Füllungen
Seit dem 01.01.2025 gilt in Europa ein allgemeines Amalgamverbot. Was sich zunächst positiv anhört, hat aber tatsächlich negative Folgen vor allem für Familien und Schwangere. Amalgam spielte in der Zahnmedizin kaum noch eine Rolle, nur noch 3% aller Füllungen wurden mit Amalgam gelegt. Ich selbst habe noch nie eine Amalgamfüllung legen müssen, da es schon während meines Studiums in Würzburg nicht mehr gelehrt wurde.
2018 kam eine Regelung in die Praxen, die Kinder, Jugendliche und Schwangere vor Amalgam schützen sollte und diese Patientengruppen bekamen nun Kunststofffüllungen, auf Kosten der Krankenkassen. Durch das Amalgamverbot entfällt nun die Zuzahlung für Kunststoff durch die Kassen. Bisher konnten alle Kinder, unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten Ihrer Eltern hochwertige Füllungen erhalten, dies ist nun zu Ende.
"Für definitive Füllungen im kaubelasteten Seitenzahnbereich stehen Metall-Legierungen (Edelmetalllegierungen ) und nicht-metallische Werkstoffe (Keramik und Kunststoff) zur Verfügung. Alle anderen Materialien können derzeit nur als provisorische Füllungen eingestuft" werden" (1)
Glasionomerzemente: Sie werden für Kassenpatienten als Füllungsmatetrial eingesetzt, Die GIZ sind kostengünstig, leicht zu verarbeiten, haben eine geringe Ästhetik und eine kurze Lebensdauer. Universitäten bezeichnen dieses Material als langzeitprovisorisches Füllungsmaterial. "Insgesamt kann man heute davon ausgehen, dass im kaubelasteten Seitenzahngebiet Amalgamfüllung im Durchschnitt 7 - 10 Jahre, Glasionomerzementfüllungen 1 - 2 Jahre halten" Zitat: Uni Giessen/Marburg (2) In meinen Augen sind GIZ nur sinnvoll bei Kindern kurz vor dem Milchzahnwechsel oder bei Patienten mit geringer Mitarbeit. GIZ geben permanent Fluoridionen ab.
Kunststofffüllungen: Werden in der sogenannten Schichtätztechnik in den Zahn (Komposit) eingebracht. Wir erreichen eine hohe funktionelle und ästhetische Wiederherstellung von verlorener Zahnsubstanz Es ist mit minimalinvasiver Technik möglich, ein natürliches Aussehen mit langer Haltbarkeit zu erreichen. Moderne Komposite bestehen aus Kunststoff und Keramikpartikel.